Die Biogasanlage Wittmund wurde 1996 gebaut und in Betrieb genommen. Die Zusammenarbeit mit 70 landwirtschaftlichen Vertragspartnern ist die Grundlage für den Betrieb der Anlage. Ein Stamm von 10 Mitarbeitern sorgt rund um die Uhr für den reibungslosen Ablauf. Die Aufgaben reichen von der Annahme der zumeist flüssigen Abfälle über die Kontrolle von Betriebsabläufen bis zur Abfuhr von Sekundärrohstoffdünger.
Gülle aus der Landwirtschaft und organische Reststoffe aus der Industrie werden in der Biogasanlage zu energetisch wertvollem Biogas und Wirtschaftsdünger umgewandelt. Die organischen Substanzen aus der Biomasse werden zu Biogas vergoren und in drei BHKW (Blockheizkraftwerk) -Modulen in thermische und elektrische Energie umgesetzt. Die thermische Energie wird zum eigenen Wärmeverbrauch und zur Versorgung einer nahegelegenen Kaserne genutzt.
Die elektrische Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Die Nährstoffe bleiben in der entgasten Biomasse enthalten und werden anschließend als Wirtschaftsdünger genutzt.
Durch organischen Abfall, insbesondere aus der industriellen Lebensmittelproduktion, werden zusätzliche Nährstoffe in die Gülle gebracht.
Wichtige Daten auf einen Blick:
| Baujahr: | 1996 |
| Hersteller: | Krüger Engineering (Dänemark) |
| Invest: | 11,2 Millionen Euro |
| Finanzierung: | 4,1 Millionen Euro aus Fördermitteln |
| Inputmenge: | 145.000 t/a (genehmigt) |
| Art: |
100.000 t/a Schweine- & Rindergülle 45.000 t/a Abfälle |
| Biogasmenge: | 5.000.000 Norm-m³/a |
| Leistung: |
elektrisch: 2,5 MW |
| BHKW: |
Anlage 1 x 1.048 kW elektrisch |
| Wärmenutzung: | Verkauf von Wärme an eine Kaserne |
| Fermenter: | 2 x 3.500m³ |
| Besonderheiten: |
- 40 dezentrale Gärproduktbehälter auf landwirtschaftlichen Betrieben |